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Im Rahmen des „Ettlinger Orgelfrühlings“ konzertierten am Sonntag in der Stadthalle der Ettlinger Kammerchor, das Vokalensemble Herz-Jesu-Kirche und die „Russische Kammerphilharmonie“ aus St. Petersburg, unterstützt durch die Solisten Susan Marquardt (Alt), Bernhard Gärtner (Tenor) und Armin Kolarczyk (Bariton). Ralf Keser und Bruno Hamm dirigierten.
Mit dem „Schicksalslied“ von Brahms wurde das Konzert eröffnet. In stimmungsvollem Es-Dur begann der erste Abschnitt „Ihr wandelt droben im Licht auf weichem Boden, selige Genien!“. Danach folgte ein dramatischer Moll-Teil („es schwinden, es fallen die leidenden Menschen“). Mit mystischen Harmonien klang die romantische Musik aus. Chor und Orchester ergänzten sich zu einem angenehmen Gesamtklang. Mit aufsteigenden, punktierten Terz-Motiven in glitzerndem A-Dur begann Mendelssohns „Italienische Symphonie“. Mit leisen „Pizzicato“-Tönen endete der kantable zweite Satz im dunklen Moll. Festliche Horn-Motive mit charakteristischen, anapästischen Rhythmen konnte man im dritten Satz erleben. Mit einem bewegten, formal als Sonaten-Rondo konzipierten Finalsatz, reichlich ausgestattet mit volkstümlichen Motiven, endete das Werk, ausgezeichnet präsentiert von den Gästen aus St. Petersburg.
Im zweiten Teil erklang die selten zu hörende „Walpurgisnacht“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy nach einer Ballade von Goethe. „Das schlechte Wetter“ stand als Überschrift über der dramatischen Ouvertüre, die mit spannungsvollen Streicher-Tremoli reichlich ausgestattet war. „Es lacht der Mai, der Wald ist frei“ sang danach Bernhard Gärtner mit großer, ausdrucksvoller Stimme im Wechsel mit dem Chor. In dunkle Moll-Klänge eingefärbt war das Alt-Solo beim zweiten Abschnitt mit der Sängerin Susan Marquardt. „Könnt ihr so verwegen handeln, wollt ihr denn zum Tode wandeln?“, lautete die bange Frage. In der Rolle des Priesters zelebrierte Armin Kolarczyk mit dunklem Klang überzeugend den dritten Abschnitt „Wer Opfer heut zu bringen scheut, verdient erst seine Bande“. Es folgte der „Chor der Druiden“ hervorragend dargeboten von den Ettlingern. In strahlendem C-Dur wurde das göttliche Licht zum Klingen gebracht. „Und raubt man uns den alten Brauch, dein Licht, wer kann es rauben?“ lautete die Botschaft am Ende des großen Werkes. Rundum gelungen war die gemeinsame Veranstaltung der Ettlinger Chöre mit den Gästen aus St. Petersburg. (LA)
Anmerkung hierzu: abweichend zur abgedruckten Darstellung gab an diesem Abend Christiane Götz das Alt-Solo.
Wir hoffen, dass Ihnen die Aufführung gefallen hat.
Willkommen auf der Homepage rund um das Projekt „Die erste Walpurgisnacht“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy in Ettlingen. Der Kammerchor Ettlingen unter der Leitung von Ralf Keser sowie das Vokalensemble Herz-Jesu Ettlingen unter Bruno Hamm hatten sich zusammengefunden, um dieses Werk am Sonntag 29.04.2012 um 19 Uhr in der Stadthalle Ettlingen aufzuführen.
Hier können Sie sich über das Werk, seine Entstehungsgeschichte und seinen Text informieren.
Zur Aufführung kamen:
Und nach einer Pause: